Unter Unterstützter Kommunikation (UK) versteht man alle Hilfen, die einem nicht- oder kaum sprechenden Menschen die Teilhabe an der Kommunikation ermöglichen.

In der Schule Borchersweg gibt es ein interdisziplinäres Team (Schule-Tagesstätte), das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Schülerinnen und Schülern ohne oder mit eingeschränkter Lautsprache in ihren kommunikativen Fähigkeiten zu fördern und mit den entsprechenden Kommunikationsgeräten auszustatten. Dafür stehen eine Reihe von Geräten zur Verfügung, mit denen

- kommunikative Prozesse angebahnt und trainiert werden können,
- die eine Einschätzung von kommunikativen und motorischen Möglichkeiten zulassen und
- die zur Teilhabe an alltäglichen Verrichtungen beitragen.

 Zur Arbeit des Teams gehören:

- Beratung bei der Anschaffung von Kommunikationsgeräten
- Unterstützung der Klassen- und Tagesstättenteams

o bei der Arbeit mit vorhandenen Kommunikationsgeräten,
o bei deren Einsatz im Unterricht und Alltag und
o bei der Vokabularauswahl und -pflege

Es findet auch eine Beratung im Bereich UK im Rahmen des Mobilen Dienstes statt.

 


In der Unterstützten Kommunikation sind die verschiedensten Tasten (Bild 1) unerlässliche Begleiter. Mit ihrer Hilfe wird zum einen das Prinzip von Ursache und Wirkung in der UK trainiert und verinnerlicht; Schülerinnen und Schüler ohne Lautsprache erkennen, dass sie mit einem Tastendruck etwas bewirken können. Zum anderen werden Hilfsmittel für körperlich stark eingeschränkte Schüler/innen mit Tasten angesteuert. 

Beispiele:

- eine batteriebetriebene Würfelscheibe (All-Turn-It-Spinner)
- ein Netzschaltadapter, der das Bedienen von elektrischen Geräten für stark motorisch eingeschränkte Personen ermöglicht (Power Link)
- ein USB-Tastenadapter, der die Bedienung der Computermaus über einen einzigen Tastenklick ermöglicht (Switch Interface Pro)

Ebenso können Tasten für die Ansteuerung von elektronischen Kommunikationshilfen genutzt werden. 

Der GoTalk 4+ (Bild 2) ist ein Kommunikationsgerät mit einer natürlichen Sprachausgabe und statischer Oberfläche, das Schüler/innen ohne vorhandene Lautsprache eine erste Kommunikation mit bis zu 20 Aussagen (Wörter, Sätze oder Geräusche) ermöglicht. 

Komplexe elektronische Kommunikationshilfen mit dynamischen Displays ermöglichen eine weiterführende Kommunikation. Die Auswahl der gewünschten Aussage erfolgt durch Berühren des Bildschirms (direkte Ansteuerung) oder mit Hilfe von Tasten (Scanning). Solche Kommunikationshilfen (Bild 3: XL-Talker; Bild 4: SmallTalker) können auch als Eingabehilfe für den PC oder Laptop genutzt werden, um beispielsweise Textverarbeitungsprogramme zu bedienen oder E-Mails zu schreiben.