Gerade vor dem Hintergrund der Universität Oldenburg als ehemalige Pädagogische Hochschule ist die langjährige Verbindung der Schule Borchersweg mit der Uni Oldenburg zu sehen. Besonders mit dem Institut für Sonder-und Rehabilitationspädagogik gibt es zahlreiche Verknüpfungen:

• Die Schule Borchersweg stellt mehrere mitwirkende Lehrkräfte für schulpraktische Veranstaltungen und Seminare
• An der Schule können Studierende das Praktikum im Berufsfeld Schule (P2), das förderdiagnostische Praktikum (MM11) und das Fachpraktikum (MM12) absolvieren
• Unterstützung und Forschungsfeld bei Forschungsvorhaben und Masterarbeiten
• „Übungsfeld“ für schulpraktische Seminare

Seit mehr als 20 Jahren wirken Lehrkräfte der Schule Borchersweg in Veranstaltungen des Instituts für Sonder- und Rehabilitationspädagogik der Universität Oldenburg mit. Aufgabe der mitwirkenden Lehrkräfte ist es den Studierenden Einblicke in die Praxis zu ermöglichen und den Bezug zur Arbeit an einer Förderschule herzustellen. Die Studierenden erhalten so die Gelegenheit, die Inhalte der Lehrveranstaltungen in der Praxis zu erproben bzw. an den Erfahrungen der Lehrkräfte teilzuhaben.

In den letzten Semestern haben Lehrkräfte der Schule Borchersweg u. a. in Veranstaltungen zu den Schwerpunkten Diagnostik, Erstunterricht Deutsch/Mathematik, Schülerinnen und Schüler mit progredienten Erkrankungen und in Vorbereitungen auf Praktika mitgearbeitet.

Am Beispiel eines Seminars zur Diagnostik und Förderung im Bereich körperliche und motorische Entwicklung wird die Zusammenarbeit zwischen Universität Oldenburg und der Schule Borchersweg deutlich:
In der Lehrveranstaltung werden verschiedene Testverfahren und Diagnostikinstrumente kennengelernt. In der Schule werden dann, nachdem im Unterricht und in unterschiedlichen Situationen hospitiert wurde, Testsituationen mit Schülern erprobt. So können die Studenten Intelligenztests, Motoriktests oder Überprüfungsverfahren zum Selbstkonzept im „realen Kontexten“ durchführen. Zur Beobachtung werden verschiedene Formen herangezogen, wie z.B. Beobachtungsprotokoll oder Videoaufzeichnung. Im Seminar werden dann die Ergebnisse der Studenten vorgestellt und gemeinsam mit Seminarleiter und Lehrkraft, welche die Schüler kennt, reflektiert.